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Auszeichnung für Ethik-Expertin
Abt Jerusalem-Preis für Professorin Dr. Dr. Rafaela Hillerbrand aus Karlsruhe
Braunschweig. Der Abt Jerusalem-Preis geht in diesem Jahr an Professorin Dr. Dr. Rafaela Hillerbrand aus Karlsruhe. Sie ist Professorin für Technik- und Wissenschaftsphilosophie am dortigen Institut für Technologie (KIT) und beschäftigt sich in ihrer Forschung mit den ethischen Herausforderungen wissenschaftlicher und technologischer Innovationen. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, 11. November, im Theologischen Zentrum Braunschweig statt.
Bei einem Kolloquium hält die Preisträgerin um 16:45 einen Vortrag zum Thema „Zwischen Erkenntnis und Verantwortung – Gedanken zum Dual Use aus Sicht der Technikethik“. Dual Use bezeichnet die prinzipielle Verwendbarkeit von Technologien oder Gütern sowohl zu zivilen als auch militärischen Zwecken. Das Symposium bringt Perspektiven aus Rechts- und Politikwissenschaft, Medizin- und Technikethik sowie Technikgeschichte zusammen. Im Anschluss ist eine Podiumsdiskussion geplant.
Ab 14 Uhr sind außerdem weitere Vorträge vorgesehen. Nach einer Begrüßung von Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel referiert Prof. Dr. Christin Kehrt (Technische Universität Braunschweig) über „Historische Perspektiven auf Dual Use“, bevor Prof. Dr. Sabine Salloch (Medizinische Hochschule Hannover) über „Sozialer Wert und Dual Use in Medizin und Lebenswissenschaften“ spricht.
Die Grenzen rechtlicher Kategorisierung im Kontext moderner Technologien reflektiert Prof. Dr. Susanne Beck (Leibniz Universität Hannover). Zum Thema „Wissen teilen, Wissen schützen: Forschungssicherheit und Wissenschaftsfreiheit in Zeiten sicherheitspolitischer Umbrüche“ spricht Prof. Dr. Ursula Schröder (Universität Hamburg). Das Kolloqium beschließt Prof. Dr. Peter Burschel, Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.
Ab 19 Uhr ist darüber hinaus ein Festakt in der Kirche St. Ulrici geplant. Prof. Dr. Stefan Heuser vom Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Technischen Universität Braunschweig hält die Laudatio. Auf dem Programm steht außerdem ein Wort der Preisträgerin.
Die Begrüßung beim Festakt übernehmen Maria-Rosa Berghahn (Direktorin der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz), Prof. Dr. Stefanie Hartz (Vizepräsidentin für Lehrinnovation der Technischen Universität Braunschweig) sowie Prof. Dr. Peter Burschel (Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft). Das Schlusswort spricht Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel.
Wer am Kolloquium und an der Preisverleihung teilnehmen möchte, kann sich dafür beim Theologischen Zentrum anmelden. Und zwar unter der E-Mail-Anschrift
sekretariat.thz(at)lk-bs(~dot~)de oder telefonisch unter 0531/120540, bitte mit dem Betreff „Kolloquium oder Preisverleihung.“
Der Abt Jerusalem- Preis wird alle zwei bis drei Jahre verliehen und würdigt Beiträge zum interdisziplinären Dialog zwischen Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften. Er erinnert an Abt Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem (1709-1789), Mitbegründer des Collegium Carolinum, aus dem die Technische Universität Braunschweig hervorgegangen ist. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Stifter sind die Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft, die Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und die Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig.
