„Kunst zur Passionszeit“ heißt es vom Aschermittwoch, 18. Februar, in der Magni-Kirche am Ölschlägern. Unter dem Titel "Spuren der Zeit" zeigt der Braunschweiger Künstler Vincent Thoss dann bis zur Karwoche Anfang April großformatige Fotocollagen, Materialarbeiten und Malerei. Thoss widmet sich mit seinem Ausstellungsprojekt dem Thema Spurensuche. "Spuren haben vielfältige Erscheinungsformen: Sie sind sichtbar, ob grob oder mikroskopisch, werden gerochen, lassen sich ahnen, müssen aus einem Ganzem herausgelöst sein zum Erkennen", beschreibt Thoss seinen künstlerischen Zugang, den neben der Frage von Lesbarkeit vor allem die Vergänglichkeit von Spuren beschäftigt: "Leben und Sterben habe ihre eigenen Spuren; durchaus dann auch die Ausradierung oder Auflösung von Spuren." Wie in vorausgehenden Ausstellungen lädt der zeitkritische Künstler die Betrachtenden zur offenen Auseinandersetzung mit seinen detailreichen Kunstwerken ein.
Der Zeitpunkt für das Ausstellungsprojekt, das im Jahr 2027 eine Fortsetzung erfahren soll, ist bewusst gewählt: Von Aschermittwoch bis Ostern führt die christliche Passionszeit bewusst auf die Spuren des Leidesweges Jesu. Ihre biblischen Texte erzählen von menschlichen Grunderfahrungen: von Begeisterung und Scheitern, Freundschaft und Verrat, Leiden und Loslassen bis hin zu Auferstehungserfahrungen. "All das hinterlässt Spuren, die bis heute gelesen und gedeutet werden wollen", sagt Magni-Pastor Henning Böger, der am Samstag, 21. Februar, um 17 Uhr zu einem besonderen Erkundungsgang durch den winterkalten Kirchenraum von St. Magni einlädt. Im Abendsegen sind dann auch Arbeiten von Vincent Thoss ein Thema.
Die Ausstellung "Spuren der Zeit" ist vom 18. Februar bis 31. März täglich barrierearm begehbar zu den verlässlichen Öffnungszeiten der Magni-Kirche zwischen 10 und 18 Uhr. Weitere Informationen finden sich hier.



